zuletzt bearbeitet: 15.12.2011 10:17 Uhr
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Computergestützter Matheunterricht
Während seit diesem Schuljahr die Zehntklässler an den Thüringer Gymnasien im Mathematikunterricht verbindlich einen CAS-Taschenrechner als Hilfsmittel nutzen müssen, geht man in Neuhaus am Rennweg andere Wege.
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Große Freude bei Maximilian Kuschminder, Franziska Körner und Johannes Betz sowie den anderen Schülerinnen und Schülern des Kurses 11/2 am Staatlichen Gymnasium Neuhaus am Rennweg über die Ausstattung ihres Unterrichtsraumes mit Netbooks sowie entsprechender Medientechnik. Die Anschaffung erfolgte im Rahmen eines thüringenweiten Pilotprojektes für den computergestützten Mathematikunterricht anstelle der Verwendung von Taschenrechnern. Vorgesehen ist, die Technik auch für andere Fächer einzusetzen. Foto: camera900.de
Neuhaus am Rennweg - Großer Bahnhof vorgestern am Neuhäuser Gymnasium: Finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), wurde ein Unterrichtsraum in der obersten Etage seiner Bestimmung übergeben, optisch neu gestaltet und mit moderner Computertechnik ausgerüstet. Nicht für den Informatikunterricht, dafür gibt es bereits entsprechende Fachkabinette, sondern vorerst für das Fach Mathematik. Im Wert von 30 860 Euro wurden 25 Netbooks, ein WLAN-Router und Netzwerkdrucker, drei elektronische Tafeln mit Beamer, je 28 Software-Pakete "Office 2010" sowie "Mastersolution" angeschafft. Vorgesehen ist, diese Technik auch für andere Fachschaften, wie Englisch, zu nutzen.
Warum die Neuhäuser Bildungseinrichtung vom Thüringer Weg abweicht, erklärt der Initiator des computergestützten Mathematik-Unterrichts Gerhard Zinn: "Wir wollen auch im Grundlagenfach Mathematik die Hilfsmittel nutzen, die die Schüler vom Informatikunterricht beziehungsweise von daheim kennen." Die Alternative wäre der Einsatz des über 100 Euro teuren CAS-Taschenrechners, deren Benutzung vom Thüringer Kultusministerium vorgeschrieben wurde. "Und die die meisten Eltern auch selbst bezahlen müssen", so Gerhard Zinn.
Nicht einmal ein Jahr habe es gedauert, bis die Idee der Fachschaft Mathematik in die Tat umgesetzt wurde, so Schulleiterin Carola Gruner. Zahlreiche Gespräche, u.a. mit dem Schulverwaltungsamt und dem Kultusministerium, und die Bereitschaft der Mitarbeiter des kreiseigenen Medienzentrums sowie der Lehrkräfte und Schüler des Neuhäuser Gymnasiums, bei der Einrichtung und Betreuung der Technik mitzuwirken, habe letztlich dazu geführt, dass der rechnergestützte Unterricht als Pilotprojekt bestätigt wurde. Die Neuhäuser Schüler der heutigen Klassenstufe 11 werden dann auch die ersten sein, die zur Abiturprüfung 2013 die Software "Mastersolution" nutzen dürfen.
Auch für den Schulträger ist die Finanzierungsquelle ein wahrer Glücksfall. "Der Landkreis Sonneberg hätte dieses Pilotprojekt niemals bezahlen können", brachte Landrätin Christine Zitzmann bei der Übergabe unmissverständlich zum Ausdruck.
Sowohl für die Schüler als auch die Gäste gab die anschließende Präsentation der kostenfreien Software "GeoGebra", die mittlerweile weltweit im Einsatz ist, einen kleinen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der interaktiven Geometrie, Algebra und Tabellenkalkulation - einsetzbar von der Grundschule bis zur Universität.
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