zuletzt bearbeitet: 16.01.2012 09:53 Uhr
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Gräfliche Gunst erworben
Mit einem Neujahrsempfang der Gemeinde Breitungen wurde das Festjahr zum 900-jährigen Jubiläum der Basilika eröffnet. Fünf engagierte Ehrenamtliche wurden besonders gewürdigt.
Breitungen - Am Samstag konnte Bürgermeister Peter Heimrich (SPD) nicht nur zahlreiche Einwohner, Vertreter von Vereinen und Firmen sowie Amtskollegen der Nachbarorte begrüßen, sondern auch Sozialministerin Heike Taubert (SPD) willkommen heißen. Gekommen war auch Landtagsabgeordneter Michael Heym (CDU).
Den Auftakt zum Empfang gestaltete das Musikensemble "Consart" in der Basilika. Ein Männerquartett führte die 200 Gäste musikalisch zurück in die Zeit der gregorianischen Gesänge, die Entstehungszeit der Basilika. "Dies ist ein Ort der Ehrfurcht, wo das Haus Gottes ist" trugen die Sänger von "Consart" ein erstes Lied im damals üblichen Latein vor. Die Mönche hätten seinerzeit ihren Tagesablauf strukturiert, indem sie bis zu achtmal zu Gesängen angehalten worden sind, berichteten die Musikanten. "Consart" trug in der Basilika noch ein zweites Stück vor, danach zog die Festgemeinde in den wärmeren Schlosssaal um.
Bürgermeister Peter Heimrich freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können. Zuvor hatte er natürlich Graf Boppo und Gräfin Sophie von der Laienspielgruppe der Kirchengemeinde seine Aufwartung gemacht. Beide repräsentierten die Geschichte des Hauses, welches seit einigen Jahren zusammen mit dem Schloss neue Perspektive gewonnen hat. Ministerin Taubert dankte Schlossherr Martin Koenitz dafür, dass Ensemble zusammen mit dem Förderverein Breitunger Basilika und Schloss zu bewahren. Besonders viele lobende Worte fanden sie und Bürgermeister Heimrich für einige Ehrenamtliche aus dem Ort. "Sie sind ein ganzes Stück verrückt und das finde ich gut, denn Sie stellen persönliche Dinge hintenan und haben Zeit für andere Leute", lobte Ministerin Taubert. Fünf Bürgerinnen und Bürger zeichnete sie für ihr besonders uneigennützige freiwillige Arbeit aus. "Petra Koch wird heute für eine Gruppe von Personen geehrt, die sich vor einigen Jahren zusammengeschlossen haben, um Breitunger Geschichte in Spielszenen darzustellen", sagte sie über die Laienspielgruppe. Dabei sei Leiterin Petra Koch die treibende Kraft, der immer wieder Neues einfällt. Weiter wurde Erika Reum ausgezeichnet, die "in den Reihen der Alten- und Frauenbreitunger Kirchengemeinde zu einer festen Institution" geworden ist. Geehrt wurde auch Johanna Schlott, die viele Jahre Bezirksfrau der Evangelischen Frauenhilfe im Bereich Winne war. Als "Mutter der Nation" oder wenigstens des Breitunger Fußballs wurde Maik Sickert gewürdigt. Der Betreuer der ersten Mannschaft beweise nicht erst seit Anfang der neunziger Jahre ein großes uneigennütziges Fußballerherz. Seine Einsatzbereitschaft für den FSV Rot-Weiß Breitungen sei "unermüdlich". Seit fast einem halben Jahrhundert, davon viele Jahrzehnte zusammen mit Ehemann Ferdinand, setzt sich Ursula Weyh für die Erforschung und Erhaltung historischer Gebäude auf dem Burghügel ein, trug Ministerin Taubert die fünfte Ehrung vor. Damit schloss sie zugleich den Kreis zum 900-jährigen Jubiläum der Basilika.
Einige Höhepunkte aus dem geplanten Rahmenprogramm stellte die Laienspielgruppe in kurzen Spielszenen vor. Cornelia Reum, die Vorsitzende des Fördervereins Breitunger Basilika und Schloss, rief die Besucher noch einmal auf, einer der 900 Paten für die Basilika zu werden. Mit vielen Gesprächen und festlicher Musik von "Consart" fand der Neujahrsempfang nach reichlich zwei Stunden seinen Ausklang.
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