zuletzt bearbeitet: 24.01.2012 08:14 Uhr
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Förderer gesucht
Zum Neujahrsempfang in der Fachhochschule wurden erstmals neun Deutschlandstipendien an ausgewählte Studierende vergeben.
Schmalkalden - Die Fachhochschule Schmalkalden startete mit der Vergabe der ersten Stipendien im Rahmen des nationalen Programms Deutschland-Stipendium zum Wintersemester 2011/2012. Am 1. Juli wurde die Ausschreibung auf der Homepage der Fachhochschule unter www.fh-schmalkalden.de veröffentlicht.
Danach konnten sich eingeschriebene Studierende bewerben. Erhalten haben es nun: Andrea Müller aus Kleukheim, Martin Weber aus Niederndodeleben, Saskia Fürst aus Meiningen, Franziska Stanzel und Annekatrin Dunkel (beide aus Arnstadt), Nadine Trietchen aus Mühlhausen sowie Thomas Stauffenberg, Marius Brezinski und Elisa Jäger (alle aus Schmalkalden). Die Hochschule möchte mit den Stipendien begabte Studierende fördern, die hervorragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen und ihr gesellschaftliches wie auch soziales Engagement neben dem Studium anerkennen und leichter ermöglichen. Dabei werden Bildungsherkunft sowie die familiären und sozialen Umstände berücksichtigt. "Mit dem Stipendienprogramm wollen wir noch stärker mit der regionalen Wirtschaft kooperieren, was nicht zuletzt auch den Studierenden zugute kommt", so Prorektor Wojciech Lisiewicz.
Er war es auch, der zum Neujahrsempfang an die Wirtschaft appellierte, das Stipendium als Möglichkeit zu nutzen, "um Studierende an ihr Unternehmen zu binden und so den Fachkräftemangel zu bewältigen". Die Stipendien werden von privaten Förderern wie Unternehmen, Stiftungen oder Einzelpersonen gestiftet, mit Mitteln des Bundes verdoppelt und jeweils in Höhe von 300 Euro monatlich und zunächst für ein Jahr vergeben. Das sogenannte Deutschlandstipendium wurde vom Bundesbildungsministerium gemeinsam mit den Hochschulen und privaten Förderern ins Leben gerufen. Bisher erhalten deutschlandweit nur drei Prozent der mehr als 2,1 Millionen Studierenden einen Zuschuss in Form eines Stipendiums. Das soll sich mit Hilfe des Deutschlandstipendiums ändern.
Die Einführung, gab Wojciech Lisiewicz zu, sei etwas "chaotisch" gewesen. Die Mitarbeiter der FH hätten noch vor einem Jahr nicht gewusst, was sich hinter diesem Stipendium verbirgt, einige Unternehmen seien dann von sich aus auf die Hochschule zugekommen und hätten gefragt, ob Schmalkalden mitmache.
Was in den USA eine Selbstverständlichkeit sei, nämlich dass Unternehmen Studierende durch einen Zuschuss unterstützen, brauche in Deutschland, und eben auch in der Region Schmalkalden, etwas länger, ergänzte der Rektor der Fachhochschule Elmar Heinemann. Er hofft, dass sich noch mehr hiesige Firmen für die Unterstützung eines solches Stipendiums begeistern können. Viele Unternehmen wollen die Sicherheit, dass der von ihnen unterstützte Stipendiat nach Abschluss seines Studiums auch im Unternehmen bleibe, aber diese könne nicht gegeben werden. Das sei in der freien Marktwirtschaft nicht möglich.
Bisher konnten 13 Firmen gewonnen werden, die Studierende mit einem vollen oder einem Teilbeitrag unterstützen. Dies sind Ferchau Engineering Schweinfurt, HABA GmbH Bad Rodach, Fischer Stahlbau Offenbach, Lapp Holding Stuttgart, MWS Schneidwerkzeuge Schmalkalden, Ingenieurbüro Möller+Meyer Gotha, Rhön-Rennsteig-Sparkasse Meiningen, Sandvik Schmalkalden, Rechtsanwälte Spieß, Barwinek & Collegen, Firma Ralf Recknagel Viernau, Fred Sieder Formenbau Schönbrunn, TeleFrank Altendambach und VIA Laser & Systemtechnik Suhl. swo
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