zuletzt bearbeitet: 04.02.2012 09:35 Uhr
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Waldfriedhof ist gestorben
Der erste Waldfriedhof in Thüringen sollte in Wallbach entstehen. Das Projekt ist jetzt gestorben. Eine Forderung der Genehmigungsbehörde des Kreises gab dem Projekt den Todesstoß.
Wallbach - Gerne hätten die Wallbacher die Vorreiterrolle in puncto Waldfriedhof eingenommen. Im Freistaat gibt es bislang noch keine Kommune, die als letzte Ruhestätte ein stilles Urnen-Plätzchen im Wurzelbereich eines Baumes, der Bestandteil eines Waldes ist, anbietet. Doch der Traum hat sich zerschlagen.
Zwei Jahre liefen die Planungen. Die Gemeinde, die sich schon fast am Ziel wähnte, erlebte nun ihre Ernüchterung. Die untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes fordert von ihr eine Expertise, die sich "landschaftspflegerischer Begleitplan" nennt. "Die Kosten dafür liegen bei rund 7000 Euro", erklärte Bürgermeister Thomas Hartung zur jüngsten Gemeinderatssitzung und machte seinem Ärger Luft: "Der Waldfriedhof ist damit erst einmal gestorben. Das haben wir unseren Freunden von der Naturschutzbehörde zu verdanken."
Stein in den Weg gelegt
Mit ihm ärgert sich Helmut Schilling, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wasungen - Amt Sand. Er hat sich, wie er sagt, von Anfang persönlich um das Vorhaben gekümmert und die dazu erforderlichen Kontakte geknüpft und Verhandlungen geführt. "Alle Ämter, bis hoch zum Landesverwaltungsamt, sind in der Sache abgefragt worden. Da ist nie von einem landschaftspflegerischen Begleitplan die Rede gewesen", versteht Schilling nicht, wie die Kreisbehörde aus heiterem Himmel der Gemeinde nun diesen Stein in den Weg legt.
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Zum Thema "Waldfriedhof ist gestorben"von Freigeist am 04.02.2012 18:00Ich für meinen Teil verfolge die Debatte über die deutschlandweite Zulassung von "FriedWäldern" seit einigen Jahren: das Sterben gehört zum Leben. Für mich ist eine Beerdigung in einem solchen Wald eine sehr gute Vorstellung. Die Natur gibt uns & Sie nimmt uns wieder zurück .. in welche Folgeform auch immer. Warum also sollte ich nicht -naturbelassen gerahmt- unter der wunderbaren Kraft eines Baumes schlummern dürfen? Warum sollte der Besuch dieser Stelle durch Angehörige nicht frei von dem Zwang der Pflege sein? & warum sollte ich -unabhängig von meinem GLauben- nur die Alternative haben, in einem christlichen Rahmen beigesetzt zu werden ? Ich finde es sehr traurig, das eine Gemeinde, die sich hier in "thüringer Pionierfunktion" zeigt, durch derartige "Steine den Weg verbauen" lassen muß? Es ist öffentlicher Unsinn, welche Auflagen diesen Waldfriedhof blockieren! Denn darüber hinaus wäre dieses Waldstück ein wachsendes Biotop! So ganz nebenbei.. |
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