zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 07:47 Uhr
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Wasserqualität weiter schlecht
Das Dauerproblem Wasserqualität in Kaltenwestheim scheint keine schnelle Lösung zu finden - derweilen fließt weiterhin sehr trübes Wasser in die Haushalte. Zumindest gibt es jetzt Bemühungen.
Kaltenwestheim - Wieder hatte das Thema Trinkwasserqualität die Bürger in die Ratssitzung gelockt. 15 Gäste wollten wissen, ob es Fortschritte gibt in den Bemühungen um besseres Wasser. Zuvor jedoch stellte der Kaltennordheimer Forstamtsleiter Matthias Marbach gemeinsam mit Revierförster Spiegel klar, dass Forstarbeiten, erst recht aktuelle, nicht die Ursache von Verunreinigungen des Trinkwassers für Kaltenwestheim sein könnten.
Das unterstützte auch Einwohner Willi Strauß als Kenner der örtlichen Gegebenheiten und der Geschichte der wasserwirtschaftlichen Anlagen. Seine umfangreichen Ausführungen nahm Bürgermeister Harald Heim zum Anlass, einen Ortstermin mit ihm, dem ZWA und der Bürgerinitiative vorzuschlagen, bei dem Strauß seine Kenntnis der Leitungsstränge vor Ort zeigen soll.
Als bittere Pille musste die Bürgerinitiative zunächst eine Nachricht aus dem Thüringer Umweltministerium schlucken, dass es kein Geld für einen neuen Hochbehälter - die langfristige Lösung für die Wasserprobleme - geben wird, "auch nicht bei Grenzwertüberschreitungen nach der Trinkwasserverordnung." Offenbar sieht der Bürgermeister in der Unterschriftensammlung von Susanne Hilger - bei der schon über 400 Bürger mitgemacht haben - eine Chance, noch einmal in Erfurt vorstellig zu werden. In der Zwischenzeit sei man nicht untätig gewesen, sagte Harald Heim weiter: An der Bohrung der Rhönbrauerei am Altenberg, die Willi Strauß letztens als mögliche neue Quelle vorgeschlagen hatte, gab es einen Pumpversuch. Die Schüttung sei so gering gewesen, dass der Versuch nach zwei Wochen abgebrochen wurde.
Weiter gab es als Information, dass die Quelle Dachsbau am 30. Januar neu beprobt wurde - mit ernüchterndem Ergebnis: Trübung von 4,2 und Vorkommen von koliformen Bakterien. Die Quelle, die laut ZWA nie am Netz war, ist also ebenfalls nicht die Lösung der Probleme.
Gegenwärtig verfolgt der ZWA zwei Ansätze: die Druckerhöhung der Quelle Breitenborn, damit diese für die Versorgung von ganz Kaltenwestheim genutzt werden kann, und die Ultrafiltration des Wassers von der alten Dachbauquelle, das bekanntlich die schlechte Qualität aufweist.
Derweilen muss das Wasser weiter abgekocht werden, antwortete der Bürgermeister auf die Frage aus dem Publikum, ob das Abkochgebot aufgehoben sei. meisten aber schlecht.
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