zuletzt bearbeitet: 28.01.2012 09:03 Uhr
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Taubensterben nun aufgeklärt
Verendete Tauben in Meiningens Innenstadt sorgten Ende letzten Jahres für Aufregung. Jetzt hat man Gewissheit über die Ursache.
Meiningen - Im Dezember lag für das Veterinäramt der Kreisverwaltung zunächst auf der Hand: Die Ursache für das vermehrte Taubensterben war auf den ersten Blick vermutlich eine Mischinfektion, die den Tod der Tiere herbeigeführt hatte. Teilweise hatten Schimmelpilze die gefiederten Marktbewohner befallen. Doch das Amt ging noch einen Schritt weiter und der Sache auf den Grund. Man schickte Proben an das Friedrich-Löffler-Institut - das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit -, welches auf der Insel Riems bei Greifswald seinen Sitz hat. Inzwischen wurde die Meininger Behörde informiert: Die Tauben trugen Paramyxovirose in sich. Sie verläuft ähnlich der Newcastle Disease - in der Regel tödlich und ist hoch ansteckend. Auch Hühner und Puten können befallen werden. "Der einzige wirksame Schutz ist die Impfung", sagt Amtstierarzt Olaf Hannemann. Und hier sei man beim eigentlichen Problem. "Die Stadttauben kann man nicht einfangen und impfen." Die Halter von Sport- und Rassetauben hingegen könnten bei ihren Tieren eine Immunisierung vornehmen lassen. "Allerdings ist derzeit der Impfstoff teilweise knapp", weiß Hannemann.
Erleichtert sind die Fachleute, dass es innerhalb der Meininger Innenstadt kaum Hühnerhaltungen gibt. Insofern sei die Möglichkeit, dass das Virus sich schnell verbreite, schon recht gering. Den Tauben- und Geflügelhaltern aber wird nichtsdestotrotz ans Herz gelegt, ihre Bestände zu schützen und somit ein Ausbreiten der Krankheit zu verhindern. Und die Bürger sind aufgefordert, jetzt erst recht dringend das Anfüttern der wilden Tauben auf dem Markt zu unterlassen. "Dadurch kommen immer wieder viele Tiere zusammen, was eine Ansteckungsgefahr deutlich erhöht", so der Amtstierarzt. Die Paramyxovirose indes ist nicht neu. Hannemann zufolge sei diese den Züchtern seit langem bekannt. Zum Glück aber war die Taubenkrankheit hierzulande bislang kaum Thema.
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Stadttauben sind entflogene Haus- oder Rassetauben und ausgebliebene Brieftaubenvon fuertiere
(41) am 30.01.2012 13:35sowie deren Nachkommen. Das bedeutet, Mitverursacher des Elends von Stadttauben und den Problemen mit ihnen sind Taubenzüchter, vor allem Brieftaubenzüchter und ihr Hobby. Angaben von Experten zufolge betragen die Verluste bei den weiten Wettflügen, welche die Kräfte der Tiere übersteigen, bis zu 30%. Da es in Deutschland knapp 80.000 Brieftaubenzüchter gibt, die etwa 10 Millionen Tauben halten, gehen also Hunderttausende von Tauben jährlich elendig zugrunde oder stranden in den Städten und bleiben teilweise dort. Leider lehnen die meisten (Brief-) Taubenzüchter noch immer jede Verantwortung ab und ändern nichts an ihren Gewohnheiten und den Richtlinien ihrer "Liebhaberei". |
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Gefahr durch Impfungenvon EPetras am 28.01.2012 17:10Der Brieftauben"sport" ist in vielfacher Hinsicht Tierquälerei und zugleich eine Gefahr für die Umwelt. Ein Beispiel ist die Impfung gegen die erwähnte Paramyxovirose, die - für Menschen unschädlich, bei Wildtieren aber zu Schäden führen kann, weil die geimpften Tiere das Virus ausscheiden. Brieftauben werden zudem oft weit von ihrem Heimatort ausgesetzt ("aufgelasen") und finden sehr oft nicht nach Hause zurück. Diese Tiere, immerhin ca. 30% der ca. Sieben Millionen Brieftauben, stranden dann in den Städten, wo sie wegen der oft bestehenden Fütterungsverbote oft verhungern, denn ein Ausweichen in die Natur ist den Tieren nicht möglich. Brieftaubensport ist daher einfach nicht mehr zeitgemäß! |
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