zuletzt bearbeitet: 04.02.2012 08:46 Uhr
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Mehr Geld für Klinikum-Beschäftigte
Nach langem Ringen in fünf Tarifverhandlungen erhalten die Mitarbeiter des Klinikums Meiningen mehr Geld. Das Ziel, "die Angleichung an die Westgehälter", ist laut Gewerkschaft ver.di weitestgehend erreicht worden.
Meiningen - Die Tarifverhandlungen am Klinikum Meiningen sind zu einem guten Ende gekommen. Die Tarifkommission des Hauses hat das Ergebnis nach einer Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstimmig angenommen, ließ die Gewerkschaft ver.di gestern wissen.
Das Ziel, die Angleichung an die Westgehälter, sei weitestgehend erreicht worden. Die Arbeitgeberseite werde ab 1. Juli nochmal Sockelbeträge in Höhe von 40 Euro, insbesondere beim Krankenpflegepersonal, nachlegen. Der Hauptkritikpunkt, dass von April 2011 bis September 2011 eine sogenannte Nullrunde erfolgen sollten, sei durch die Zahlung von Einmalbeträgen in Höhe von 500 Euro beziehungsweise 600 Euro ab der Entgeltgruppe 8 beigelegt worden. Damit habe der für den gestrigen Freitag geplante ganztägige Warnstreik abgesagt werden können.
Das Hauptziel sei erreicht worden. Das Pflegepersonal, die medizinisch-technischen Assistenten und die physiotherapeutischen Mitarbeiter kämen mit dem ausgehandelten Ergebnis auf weitgehend 100 Prozent, erläuterte ver.di-Verhandlungsführer Dr. Oliver Dilcher auf Nachfrage der Redaktion. Noch einmal verhandelt werden müsse aber beim technischen Personal, sagte er. Die Ärzte sind bereits auf Westniveau.
Die Tarifgespräche seien nicht einfach gewesen, da man unter anderem auch über Verbesserungen bei den Eingruppierungen verhandelt habe - abhängig von der Betriebszugehörigkeit. So hängen die Lohnsteigerungen bei den einzelnen Mitarbeitern von vielen Faktoren ab. Sie liegen dem ver.di-Verhandlungsführer zufolge zwischen 8 und 13 Prozent. Der letzte Tarifvertrag war im März 2011 ausgelaufen. "Da waren wir raus aus der Friedenspflicht, wir haben lange verhandelt", so Dilcher.
"Das tut uns sicher etwas weh", kommentierte Klinik-Geschäftsführerin Christine Reißner mit Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und daraus resultierenden geringeren Erlösen. "Die Mitarbeiter machen jedoch einen guten Job, leisten gute Arbeit. Deshalb haben wir doch ein gutes Ergebnis im Sinne der Mitarbeiter gefunden", zeigte sie sich nach fünf langen Verhandlungsrunden zufrieden über den Ausgang. "Ich denke, wir sind zu einem ordentlichen Abschluss gekommen", sagte die Klinik-Geschäftsführerin. "Es ist auch wichtig, dass wir motivierte Mitarbeiter haben", fügte sie an.
Auch in Schmalkalden wurde über das Gehalt der Krankenhaus-Mitarbeiter verhandelt. Die Geschäftsführung des kreiseigenen Elisabeth Klinikums und der Betriebsrat haben jetzt ebenfalls eine neue Betriebsvereinbarung unterzeichnet. Demnach bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kreislichen Hauses rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres mehr Gehalt. Geschäftsführer Frank Schönewolf zeigte sich erleichtert, für die Belegschaft eine Lösung gefunden zu haben, sagte er.
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