zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 07:48 Uhr
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Zusammenwachsen oder...?
Beim Arnstädter Karnevalsumzug stand der Spaß im Mittelpunkt, politische Themen fanden sich hingegen kaum.
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Einen der wenigen politischen Wagen im Zug hatte der Haarhäuser Carneval Verein mitgebracht, der sich klar fürs künftige Amt Wachsenburg und gegen Arnstadt aussprach. Neben dem eigenen Bürgermeister Hans Ullrich (l.) fuhr auch der Ichtershäuser Uwe Möller (2. v.l.) mit. Fotos (3): b-fritz.de
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Die "Texas Dancers" der Narrhalla jubelten unter ihren blauen Euro-Rettungsschirmen.
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Regenschirme wurden Samstagmittag in Arnstadt nur zum auffangen der Süßigkeiten gebraucht.
Arnstadt - Petrus ist wohl Narr oder zumindest Arnstadt Sympathisant. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich Samstag 11.11 Uhr der dortige Karnevalsumzug in Bewegung. Entsprechend gut besucht waren die Straßen entlang der Zugstrecke durch die Innenstadt. Regenschirme wurden da nur zum Bonbonauffangen gebraucht. Davon brachten die Fußgruppen und Auf-den-Wagen-Fahrer reichlich unters närrische Volk: Dazu kamen Blumen, Spielsachen, Schokolade...
Kandidatenkarussell
Nicht ganz so freizügig wie mit ihren "Wurfgeschossen" zeigten sich die Karnevalisten in der Kreisstadt mit Pfeilen in die politische Richtung. Nur wenig aktuelle Themen fanden sich im Zug. So versammelten sich die "Texas Dancers" der Narrhalla unterm blauen Euro-Rettungsschirm. Der AKC wagte sich ins "Bürgermeisterkandidatenkarussell", unter anderem mit dem "Kuschelrocker" und "Bräutigam sucht Braut". Beim Haarhäuser Carneval Verein (HCV) lieferte man hingegen ein klares Statement in Richtung Gebietsreform: Ichtershausen als Braut und die Wachsenburggemeinde als Bräutigam, vereint zum Amt Wachsenburg. Für Arnstadt blieb da nur ein dickes, rotes Durchgestrichen. Und die Bürgermeister probten auf dem Wagen schon mal das gemeinsame Helau und Alaaf.
Eine Vereinigung anderer Art propagierten derweil die Plaueschen zumindest verbal. "Hier wächst zusammen, was zusammengehört. Nur, dass es im Karneval einfacher ist als in der Politik. Wir sind seit etwa zehn Jahren dabei", verkündete PKC-Vizepräsident Marko Bauersfeld vom Wagen des Elferrates aus. Auf dem stand zwar das Saisonmotto "Plaue taucht ab", tatsächlich waren die Plaueschen aber genauso pünktlich zum Umzug aufgetaucht, wie die anderen Karnevalsvereine der Region.
Politische Vereinigungsdebatten hin oder her, traditionell bekam der ausrichtende Karnevalsverein Narrhalla Arnstadt Unterstützung vom Arnstädter Karneval Club (AKC), dem Ichtershäuser Carneval Verein (ICV) und eben den erwähnten Vereinen aus Haarhausen und Plaue. Gemeinsam sorgte man für drei Prinzenpaare, vier Kapellen und insgesamt 52 Zugnummern. Dass der Arnstädter Umzug trotzdem um einiges kleiner ausfiel als in den letzten Jahren und schon nach gut einer Stunde den Marktplatz erreichte, lag vor allem daran, dass sich diesmal nicht so viele Vereine, Unternehmen, Institutionen und Privatgruppen wie in den Vorjahren beteiligten. Der guten Stimmung im und am Zug tat dies aber keinen Abbruch.
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