zuletzt bearbeitet: 03.02.2012 09:49 Uhr
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Software aus Ilmenau für Logistikfirmen
Ilmenau - Vor zehn Jahren gründeten Falko Rotter und Kristian Kalweit nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau ihr erstes Unternehmen. Gotha war damals der Standort, weil dort entlang der Autobahn die Kunden für die Leistungen der beiden Gründer zu finden waren. Die Softwareentwicklung für Logistikunternehmen ist bis heute das prägende Geschäftsfeld. 2004 wurde der Firmensitz der EXOR PRO GmbH nach Ilmenau verlegt, zunächst ins Technologie- und Gründerzentrum, später in Räume in der Ziolkowskistraße.
Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber widmete gestern seinen Betriebsbesuch der EXOR PRO GmbH. Landrat Dr. Benno Kaufhold hatte sich angeschlossen. Ebenfalls dabei waren Bürgermeister Volker Acker und der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Jäcklein. Auf die Frage des Oberbürgermeisters, wo die Stadt Unterstützung bei der Unternehmensentwicklung bieten kann, fand sich schnell eine Antwort. Die Firma mit sieben Mitarbeitern ist in ihren jetzigen Räumen an die Kapazitätsgrenze gelangt. Falko Rotter sagte dazu: "Wenn wir beim nächsten größeren Auftrag einstellen müssen, können wir hier nicht bleiben." Da war es für den OB keine Frage, das Technologieterminal zur Sprache zu bringen. Diesen Standort fanden die beiden Unternehmer sehr ansprechend. Allerdings könnte der Bedarf schneller eintreten als das Terminal B gebaut ist.
2011 war das erfolgreichste Jahr für das Unternehmen. Mit 950 000 Euro hatte sich der Umsatz verdreifacht. Auch in 2012 rechnen sie wieder mit guten Aufträgen. Standen anfangs vor allem Softwaredienstleistungen im Mittelpunkt, ist es im Verlauf der Geschäftstätigkeit gelungen, eigene Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Zunächst entstand das Lagerverwaltungs- und Lagersteuerungssystem "Kelvin WMS". Dem folgte die Plattform "DataMorph" zur Daten und Systemintegration. Kristian Kalweit unterstrich, dass sich gerade bei der Entwicklung der beiden Produkte das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens als sehr vorteilhaft erwiesen habe, weil dabei die betriebswirtschaftliche Komponente sehr wichtig ist.
Auf namhafte Kunden wie Rhenus und Jenoptik kann die EXOR PRO GmbH verwiesen. Bei Jenoptik werden mit der Software des Unternehmens ganze Produktionsketten verwaltet und gesteuert. Der Landrat bot an, Kontakte zu weiteren Logistikunternehmen im gemeinsamen Wirtschaftsraum Erfurter Kreuz zu vermitteln.
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