zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 09:44 Uhr
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Evakuierung nach Gasgeruch
Gasgeruch sorgte gleich in zwei Orten der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach (VwG) für Aufregung. In Friedersdorf wurde evakuiert, in Altenfeld ist dies nach gestrigem Stand nicht nötig.
Friedersdorf/Altenfeld - Drei Familien aus Friedersdorf und eine Gastfamilie mussten in Friedersdorf aus ihren Wohnungen evakuiert werden, nachdem sich in den Kellern der Häuser Gasgeruch verbreitet hatte. Die Konzentration war so hoch, dass Explosionsgefahr bestanden habe. Inzwischen sind die Familien in ihre Häuser zurückgekehrt.
Der Vorfall ereignete sich am letzten Sonntag im unteren Ortsteil von Friedersdorf, wie VwG-Vorsitzender Andreas Beyersdorf gestern sagte. Demnach war das Gas von einem Leitungsleck außerhalb der Häuser wegen des gefrorenen Bodens entlang des Schiefergesteins bis in die Keller vorgedrungen. Am Montag sei die Konzentration dort so hoch gewesen, dass die Evakuierung habe angeordnet werden müssen. Die Friedersdorfer Familien seien bei Freunden untergekommen, die Urlauber in einem Masserberger Hotel. Bis in den späten Abend des Montags sei die Erde entlang der Leitung von einem EON-Bautrupp und einer hinzugezogenen Firma aufgebrochen und Montagabend die defekte Stelle entdeckt worden. Das habe zur Entspannung geführt. Nach Auspumpen der giftigen Luft aus den Kellern konnten die Bewohner Dienstagabend in ihre Häuser zurückkehren. In der VwG sei erstmals so etwas erlebt worden, sagte Beyersdorf.
Ein weiteres Gasleck wurde gestern in Altenfeld festgestellt. Bürgermeister Peter Grimm berichtete schon am Morgen von Gasgeruch nahe dem Kindergarten. Das Objekt sei aber gründlich untersucht worden, hier habe keine Gefahr oder Veranlassung zur Evakuierung bestanden, sagte Grimm gestern Mittag. Der Leitungsschaden wurde da in deutlicher Entfernung vermutet. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch daran gearbeitet, die exakte Schadstelle zu lokalisieren. Die Reparatur soll zeitnah, eventuell noch über dieses Wochenende, ausgeführt werden, so Grimm.
Als ob so viel Aufregung nicht schon genug wäre, "flog am Mittwoch im Saal in Friedersdorf noch die Heizung auf", sagte Beyersdorf gestern. Dort war der Heizungsstrang im Gemeindesaal geplatzt, Wasser lief ins Parkett. Der VwG-Chef bedauerte, dass ausgerechnet die teure Vertäfelung habe zur Reparatur aufgehackt werden müssen. Inzwischen sei der Schaden hier behoben, die Frauentagsfeier "findet also im Warmen statt", versprach der VG-Chef gestern. Mit Gas- und Heizungsleck in Friedersdorf habe die stellvertretende Bürgermeisterin damit in ihrer Vertretungswoche "mehr erlebt, als der Bürgermeister im ganzen Jahr", resümierte Beyersdorf. In der Sache Gemeindesaal rechnet er mit einer Schadenshöhe zwischen fünf- und sechstausend Euro. Die Versicherung habe den Schaden bereits aufgenommen. Nun wird gehofft, dass sich das Parkett nicht nachträglich hebt. tom
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