zuletzt bearbeitet: 27.10.2011 15:31 Uhr
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MuT-Urkunde ist Anerkennung fürs ganze Team
Drei Sieger gab es in diesem Jahr beim MuT-Unternehmerpreis, aber mehrere nominierte Unternehmen. Eines von ihnen ist die Frischmann Kunststoffe GmbH Eisfeld.
Eisfeld - Die für den Unternehmerpreis MuT nominierten, aber nicht preisgekrönten Unternehmen sollten nicht leer ausgehen. Darin waren sich die Initiatoren - das sind die Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung und FW Meininger Tageblatt, die IHK und die Handwerkskammer Südthüringen sowie das Regionalmarketing Thüringer Wald - einig. Immerhin werden mit dem MuT-Preis Menschen und Firmen ausgezeichnet, die die wirtschaftliche Zukunft in Südthüringen sichern. Und solches Engagement verdient in jedem Fall Anerkennung.
Alle Nominierten werden deshalb in diesen Tagen mit einer Urkunde geehrt. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, überreichte gestern eine davon an den Geschäftsführer der Frischmann Kunststoffe GmbH in Eisfeld, Lutz Frischmann. "Nicht jeder kann ein Preisträger sein", meint Pieterwas bei der Urkundenübergabe. "Aber wir freuen uns, dass wir mit Frischmann Kunststoffe so ein innovatives Unternehmen im Kammerbezirk haben."
Das Unternehmen, damals noch in Saargrund ansässig, war bereits 2006 mit dem MuT-Ausbildungspreis geehrt worden. Die Nominierung jetzt sehe er als Anerkennung für das gesamte Team, so Lutz Frischmann.
In den Jahren 2008/2009 hatte der Hersteller von Folien für die Verpackungsindustrie den Umzug von Saargrund ins Eisfelder Gewerbegebiet zu bewerkstelligen. Mehr als 7 Millionen Euro wurden investiert - kein kleines unternehmerisches Risiko. "Es war die richtige Entscheidung", ist Lutz Frischmann heute sicher. "Auch wenn zwei schwere Jahre hinter uns liegen. Wir behaupten uns mit Erfolg am Markt, oft sogar mit Vorsprung vor der Konkurrenz. In den beengten Saargrunder Verhältnissen wäre das nicht mehr möglich."
52 Mitarbeiter sind derzeit im Eisfelder Betrieb beschäftigt, die insgesamt zwölf Auszubildenden eingeschlossen. Vier Azubis im ersten Lehrjahr übrigens erhalten derzeit ihre Grundausbildung im benachbarten Ausbildungszentrum Metall. "Damit sind wir am untersten Arbeitskräfte-Level, wir müssen und wollen einstellen", fügt der FirmenChef hinzu. Gearbeitet wird rund um die Uhr, von Anfang Januar bis Weihnachten.
Seit 1996 bildet der Betrieb aus, neuerdings auch im kaufmännischen Bereich. Und seit der Ansiedlung in Eisfeld werden auch wieder alle Azubis übernommen. Ein neues betriebliches Ausbildungsprogramm soll die Qualität weiter verbessern helfen. Im vergangenen Jahr hat einer der Azubis seine praktische Prüfung nicht bestanden - das wurmt Lutz Frischmann. "Wir haben uns für 2012 vorgenommen, etwas dafür zu tun, dass die Arbeit körperlich nicht mehr so schwer ist. Dann könnten wir auch Mädchen als Verfahrensmechaniker ausbilden.", nennt Frischmann ein weiteres Ziel. Auch damit könne man dem Fachkräftemangel begegnen. Ralf Pieterwas nickt. Genau richtig! kue
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