zuletzt bearbeitet: 21.02.2012 09:59 Uhr
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Tilo Kummer wird erneut antreten
Hildburghausen - Am Samstag wird die Partei Die Linke des Landkreises im Eisfelder Schlosssaal ihren Kandidaten für die Landratswahl im 22. April nominieren. Wie Insider bereits mutmaßten, hat sich der Landtagsabgeordnete Tilo Kummer bereit gefunden, ein zweites Mal für die Wahl des Landrates zu kandidieren. Bereits vor sechs Jahren waren Tilo Kummer und SPD-Kandidat Rudi Ebert gegen Landrat Thomas Müller "in den Ring gestiegen". Kummer hatte damals etwa 25 Prozent der Stimmen eingefahren.
Vorbehaltlich der Zustimmung seiner Parteifreunde habe er sein Einverständnis zu einer Kandidatur dennoch erst vor einer Woche signalisiert, sagte der Landtagsabgeordnete und Kreisrat im Freies-Wort Gespräch.
In seiner Partei habe man sich zunächst bei der Suche nach einem unabhängigen Kandidaten viel Zeit genommen. Erst als dieser aus familiären Gründen ablehnte, habe er zugestimmt, sagte Kummer.
Tilo Kummer ist seit 1999 Mitglied des Thüringer Landtages und hat sich dort als Fachmann für Umwelt und Landwirtschaft empfohlen. Es sei ihm daher nicht leicht gefallen, die neuerlich Option ohne einen Schuss Wehmut zu akzeptieren, hieß es. Zum einen bereite ihm die Arbeit im Thüringer Landtag große Freude, zum andere wisse er, dass seine umweltpolitische Kompetenz geschätzt und gebraucht würde.
Dass die Entscheidung Kummers für eine Kandidatur nicht von Parteiräson diktiert ist, mag folgende Begründung nahe legen: Vieles, so sagte er, sei seit der vergangenen Wahl im Kreis zusammengekommen, das nach seiner Auffassung einer Veränderung bedürfe. Es "braucht neue Ansätze, als die, die bisher vom Landrat vertreten werden." Als Beispiele nannte Kummer die ÖPNV-Diskussion aber auch die Gebietsreform und Strukturfragen.
Hauptkritikpunkt Kummers im puncto ÖPNV ist das Versäumnis einer Festlegung zur Tarifbindung und die mangelnde Vertaktung an der Kreisgrenze. Darüber hinaus vermisse er vom Landrat klare konzeptionelle Vorstellungen zur Gebietsreform oder zur verwaltungsmäßigen Vernetzung mit den Nachbarkreisen im Sinne der Erschließung von Einsparpotenzialen. In dieser Beziehung sei etwas mehr Mut gefragt, erklärte Kummer mit Blick auf den Landrat Thomas Müller. Wie Kummer einschätzte, sei es für ihn "bei der diesjährigen Landratswahl nicht ganz aussichtslos, zu kandieren." Mehr noch, er gebe unumwunden zu, "Lust darauf" zu haben, sagte er.
"Nach 13 Jahren der Opposition im Thüringer Landtag bin ich gewillt auch wieder andere Wege zu gehen", untermauert Tilo Kummer seinen Entschluss. Er erachte es auch als Herausforderung, auf Kreisebene "eigene Vorstellungen in die Praxis umsetzen zu können und den Beweis anzutreten, dass auch ein Landkreis unter 70 000 Einwohnern zukunftsfähig ist." In Anlehnung an seine Ausschusstätigkeit im Landtag, habe er sich zum Ziel gesetzt, der Landwirtschaftspolitik auch auf Kreisebene großes Augenmerk zu widmen und drängende Probleme auch auf Landesebene weiter zu thematisieren, zumal ein Landrat auch landespolitischen Einfluss habe.
"Hier vor Ort kann ich mehr bewegen...", lautet letztlich die Antwort auf die Frage nach den Gründen für seine Kandidatur. Wie es bisher aussieht, wird der Linke, Tilo Kummer, der einzige Gegenkandidat von Landrat Thomas Müller bleiben. Selbst die SPD hat keine Nominierung vorgenommen und am 9. März ist ohnehin "Meldeschluss".
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Die neuesten Kommentare
vereinbarvon Thoralf am 22.02.2012 04:43ich finde beide posten landrat und landtagsmitglied unvereinbar! hier solle er sich schon fuer eine sache entscheiden! |
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18 Jahrevon unbekannt am 21.02.2012 20:11Gott sei Dank sind Sie noch nicht solange Bürgermeister. |
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18 Jahrevon steffen.harzer@t-online.de am 21.02.2012 14:00Ich kann dazu nur sagen 18 Jahre sind genug Herr Müller... |
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