zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 07:51 Uhr
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Närrisches Volk ging auf die Straße
Heldburg/Römhild/Themar - Wenn das närrische Volk auf die Straße geht, dann lacht ihnen die Sonne. In Heldburg, Römhild und Themar feierten die Jecken gestern ausgelassen Straßenkarneval.
In der Veste-Stadt Heldburg wird mittlerweile die 43. Karnevalssaison gefeiert - unter dem Motto "Es is ke Scherz - 1175 Jahr schlägt unner Herz". Beim Umzug gestern säumten viele Zaungäste die Pflasterstraßen der Innenstadt. An die 500 Karnevalisten gestalteten 34 Bilder und Wagen. Neben dem Fanfarenzug Ummerstadt, zwei Prinzenpaaren, Garden, Elferrat und Büttels waren nicht nur einheimische Narren mit brandaktuellen Themen wie Kanalbau, Stadtjubiläum . . . dabei. Auch Gäste aus Gellershausen mit Pappelproblemen oder Hellinger, die als wilde Kühe durch die Straßen tanzten, Käßlitzer, die auf Waldirritationen, Feuerwehr- und Bushäuschen-Defizite hinwiesen, wurden umjubelt. Mit von der Partie auch eine Riether und Lindenauer, Eisfelder und Rodacher.
Klein aber fein der Umzug in Themar. Weniger Bilder als in früheren Jahren - "nur" sechzehn Gruppen hatten sich etwas einfallen lassen, getreu des diesjährigen Karnevalsmottos des TCC "Mir würde gern, ober mir könne net ..." hatten sie ihre Gedanken in Bilder umgesetzt: Zum Beispiel "Ärzte für Themar", ein Problem, das mit dem Ärztehaus jetzt gelöst scheint, was von der angestrebten Ehe zwischen der Stadt und der VG Feldstein noch nicht der Fall ist. Etliche Bräute marschierten jedenfalls im Umzug. Ob Emilia, die am 22. November 2011 geboren wurde, wirklich die Jüngste dabei war, wie auf ihrem Kinderwagen zu lesen? Es gab kein Veto. Wenn schon weniger Gruppen, mehr Besucher als sonst hatte es ins Städtchen gelockt.
In Römhild tobte das Grabfeldgau. Tausends Besucher wollten das farbenprächtige Bild nicht verpassen, das Karnevalisten aus Mendhausen, Haina, Milz, Gleichamberg und natürlich aus Römhild selbst und viele Mitwirkende auf die Straßen gezaubert hatten. Viele selbstgeschneiderte Kostüme sind in mühevoller Arbeit entstanden. Politische Themen dagegen wurden kaum aufgegriffen. Angesichts der großartigen Umzugsparade war es dem RKG-Präsi Heiko Bartholomäus Anliegen, den Aktiven und den vielen Besuchern zu danken: "Das Grabfeld ist eine Macht, von Jüchsen bis Gleichamberg." Das lasse alle Mühen, die es in diesem Jahr, besonders durch den Ortswechsel gab, vergessen. Zentraler Punkt war erstmals nicht das Kulturhaus, sondern das RKG-Vereinshaus.
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