zuletzt bearbeitet: 29.01.2013 09:59 Uhr
Text
Text
Wenig Zeremonie, viel Inhalt
Viele Gruppen und Einzelakteure gestalteten das Programm des 49. Kaltennordheimer Karneval. Dreimal wurde es am Wochenende aufgeführt.
Kaltennordheim - "Unser Karneval ist etwas Besonderes. Wir haben nicht so viel an Zeremonien, dafür mehr Inhalt", erklärte Moderator Ulrich Schramm, der zum 35. Mal durch das Programm führte. Weil er auch mal einen richtigen Einmarsch haben wollte, ließ er sich von einem Gardemädchen zur Bühne bringen und dachte, damit seinen Co-Moderator Waldemar Thomas neidisch zu machen. Dieser zog wenig später ein - durch ein Spalier von Gardemädchen. Unter Federführung des Andreas-Fack-Chores gestalteten viele Gruppen, aber auch Einzelakteure das dreistündige Programm. Die jüngsten Tänzerinnen zogen beispielsweise mit Laternen auf die Bühne und hatten auch den Sandmann dabei. Anja Karte lästerte in ihrer Bütt über diverse Fernsehshows und den Schlankheits-Wahn. "Moncherie" besang das Theater rund um die Einheitsgemeinde, den Zweckverband "Hohe Rhön", den Ärztemangel und diverse Märkte. Später gab es dann noch einen Bauchtanz.
Waldi der Hausmeister wollte dieses Jahr gerne mal Chef sein. Als er von Uli eine Kurz-Einführung ins kaum zu durchschauende Thüringer Schulsystem erhielt, nahm er schnell wieder davon Abstand. Dafür klagte Referendarin Lisa über die kaum zu bändigende 5. Klasse. Dann zog der Papst (Heike Brehm) in den Saal. Kerstin Salzmann als Kardinal übersetzte dessen gebrochenes Latein sehr frei. Sophia Rosin und Sophia Müller besprachen hingegen die Vor- und Nachteile des Erwachsenwerdens. Als Soldat rückte Frieda (Fred Schmidt) bei der Bundeswehr ein, um dort die Rekruten in Schwung zu bringen, und brachte Hulda (Heike Brehm) mit einem aus Baguette und Kastenbrot improvisierten Gewehr das Schießen bei.
Das "Mona-Lisa-Kampfgeschwader" entführte das Publikum ins Finanzamt, wo sich fünf Putzfrauen-Bewerberinnen vom "Roten Dreieck" (Arbeitsamt) vorstellten. Alle waren eher schwer vermittelbar: beispielsweise langsam, mit langen Fingern, den Chef anmachend, faul, eher theoretisch veranlagt oder aber zänkisch. Das Publikum erfuhr Weisheiten wie "Schönheit ist oft eine Frage von Licht an/Licht aus" und "So ist das beim weiblichen Geschlecht. Erst ziehen sie sich an den Haaren, dann frisieren sie sich gegenseitig". Schließlich einigten sich die Damen, gemeinsam eine Firma zu gründen, und der Finanzamtschef wollte dort ebenfalls mitmachen.
Über allerlei Internet-Mode machten sich Uli und Waldi lustig. Facebook hab e es schon in der DDR gegeben und hieß damals "Stasi", meinte Waldi. In Frankenheim informiere er sich ohnehin, indem er laufend eine Litfasssäule umrundet. "Hast Du noch nie getwittert?", wollte Uli von Waldi wissen. "Ja, aber noch nie in einem Chat", antwortete dieser.
Lisa Walter und Stephan Heym boten in ihrem Sketch Apotheken-Witze. So wollte der Kunde zum Beispiel schwarze Kondome kaufen, weil sein Nachbar gestorben war und er bei der Witwe kondolieren wollte.
Traditionell gehören zum Kaltennordheimer Karneval viele sehenswerte Tänze, dargeboten von Gruppen unterschiedlichen Alters. Einstudiert wurden sie von Gabi Ostmann, Kerstin Salzmann und Manuela Richter. Die "Crazy-G-Dancers" entführten das Publikum beispielsweise in den Orient. Eine Jugendgruppe bot einen Ninja-Tanz, eine weitere den Navy-Tanz "I will survive". Ein weiteres Highlight war der Tanz aus der "Rocky-Horror-Picture-Show". Die Herren vom Männerballett wirbelten als "Rhöner Rampensäue" über die Bühne. sach
Moderation: Ulrich Schramm, Waldemar Thomas und Lisa Walter; Garde, Kinder- und Jugendtanzgruppen, Ninja-Tanzgruppe, "Cracy-G-Dancers", Showtanzgruppe "Rocky-Horror-Picture-Show", Männerballett
Büttenredner und Sketches: Anja Karte, Heike Brehm und Fred Schmidt, Sophia Rosin und Sophia Müller, Heike Brehm und Kerstin Salzmann, Lisa Walter und Stephan Heym
Mädchengesangsgruppe für das Auftrittslied, Gesangsgruppe "Moncherie", "Mona-Lisa-Kampfgeschwader"
Duo "Rhönfeuer" (Claus Keßler und Patrick Werneburg)
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Ȇbersicht Bad Salzungen
Nach drei Jahren Ruhe: Erde wieder abgerutscht
Tiefenort - Drei Jahre herrschte am Erdfall in der Tiefenorter Frankensteinstraße scheinbare Ruhe. Pfingstsonntag zeigte der direkt am Erdfall sitzende Messpegel - insgesamt sind im Umfeld sieben installiert - erneute Erdbewegungen an. »mehrKlares Nein aus Geisa zu Windrädern
Die Stadt Geisa wehrt sich gegen Pläne der hessischen Nachbargemeinde Rasdorf, Flächen als Vorranggebiete oder Suchräume... »mehrStraßenbau liegt in Bad Salzungen im Zeitplan
Großbaustelle Liebknecht-Straße: Seit dem Frühjahr laufen die Arbeiten am grundhaften Ausbau. Mitte November soll der St... »mehrFröbel-Freunde im Fernen Osten
Eine Delegation japanischer Kardiologen und Fachleute besuchte den Wartburgkreis. Im Altensteiner Park wurden die Gäste ... »mehrDas könnte Sie auch interessieren
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Magazine
Umfrage



















































