zuletzt bearbeitet: 22.02.2012 09:54 Uhr
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"Schweißen verbindet"
Rebecca Kespohl hat ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin im Kaliwerk Werra erfolgreich abgeschlossen. Nach einem Landessieg erreichte sie beim Schweißwettbewerb auf Bundesebene Platz 6.
Unterbreizbach - Rebecca Kespohl zeigte schon früh Interesse an handwerklichem Arbeiten. Einen genauen Berufswunsch habe sie aber nie gehabt, erklärt die junge Frau. Sie habe einfach immer das gemacht, was ihr Spaß bereitete. So machte sie erst eine Ausbildung zur Maschinenanlagenführerin. Und weil sie anschließend noch weiterlernen wollte, entschied sich die Unterbreizbacherin, eine Ausbildung zur Industriemechanikerin, was vom Berufsbild ähnlich ist, draufzusetzen.
"Ich wäre für einen Ausbildungsplatz nicht zwingend in der Region geblieben", berichtet die 24-Jährige rückblickend. Das Werk Werra der K+S Kali GmbH mit seinen Standorten in Unterbreizbach, Philippsthal, Heringen und Merkers erschien ihr als Ausbildungsplatz sehr attraktiv. "Die Größe des Unternehmens und die Internationalität der K+S Gruppe waren schon ausschlaggebende Punkte für meine Bewerbung", gibt Kespohl zu. Sie hat den Schritt nicht bereut: "Meine anfänglichen Erwartungen wurden noch übertroffen. Die Azubis können an etlichen Lehrgängen, zum Beispiel in den Bereichen Hydraulik, Pneumatik oder Schweißen, teilnehmen", erläutert die junge Frau und ergänzt: "Und es gibt viele kompetente Ausbilder, die man ansprechen kann."
Besonders das Schweißen liegt ihr. "Wir haben im Grundlehrgang festgestellt, dass sie wirklich gut und mit Feuer und Flamme dabei ist", erzählt Ausbilder Lothar Gutberlet. Im vergangenen Jahr qualifizierte sich Rebecca Kespohl mit jeweils dem ersten Platz beim Bezirkswettbewerb und beim Landesentscheid für die Teilnahme am 9. Bundeswettbewerb von "Jugend schweißt" in Hamburg. Als einzige Frau inmitten von 13 Männern landete sie beim E-Hand-Verfahren der Fortgeschrittenen auf Platz 6. "Bei dieser sehr starken Konkurrenz ist der 6. Platz äußerst hoch anzusehen", lobt Ausbilder Michael Strube, der Rebecca Kespohl nach Hamburg begleitet hat. Die Industriemechanikerin wurde, nachdem sie sich angemeldet hatte, von den Ausbildern gut auf den Wettbewerb vorbereitet. "Privat und ohne Unterstützung durch das Werk hätte ich nicht teilgenommen."
"Es ist nicht leicht, sich als Frau in einem Team aus Männern durchzusetzen; man muss immer wieder neu kämpfen", hat die Thüringerin in den zweieinhalb Jahren ihrer Ausbildung erfahren. Aber sie findet auch: "Schweißen verbindet - nicht nur das Material, sondern auch die Kollegen."
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