zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 07:51 Uhr
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Karnevalistisches Feuerwerk im Pressenwerk
Ein karnevalistisches Feuerwerk zündete der Kalkofener Karnevalsverein (KKV) am Samstag im Pressenwerk. Ein Knaller löste den nächsten ab.
Bad Salzungen - Mit neun Tänzen, drei Gesangsdarbietungen und drei Büttenreden unterhielt der Kalkofener Karnevalsverein (KKV) sein Publikum zur Karnevals-Gala am Samstag im ausverkauften Pressenwerk. Schon am Tag zuvor hatte man zur Karnevals-Disco ein gut gefülltes Haus. Und heute Abend - wenn drei Vereine ihre besten Programmpunkte bieten - soll es ebenfalls voll werden.
Präsident Kai Schmoranzer gab zu Beginn zwei Versprechen ab: "Erstens: Mark Ashley wird hier nicht auftreten. Zweitens: Es gibt karnevalistische Kost vom Feinsten." Beide Versprechen hielt er ein. Mark Ashley war weder zu hören noch zu sehen; und jede Minute des zweieinhalbstündigen Programms war Unterhaltung pur.
Gleich zu Beginn zündeten die Karnevalisten ein wahres Tanz-Feuerwerk. Den Auftakt vollzog Nina Weiß. Die Vierjährige ist das jüngste Vereinsmitglied, macht auf der Bühne aber schon den alten Hasen etwas vor. Selbstbewusst präsentierte sie sich als Kindertanzmariechen. Der ganze Stolz des Vereins ist die Garde, die in nagelneuen Kostümen einen pfiffigen Gardetanz mit anspruchsvollen Schrittkombinationen zeigte. Trainiert werden die acht Mädchen von Katrin Weiß. In einem selbst designten Kleid überzeugte Nhi-Le als Tanzmariechen. Dann gehörte die Bühne den frechen Früchtchen der Kindertanzgruppe. Dass Obst gesund ist, weiß man. Dass Obst auch verzaubern kann, zeigten die "Närrischen Kids". Funkenmariechen Denise Wellhöfer und Tanzmarie Yvonne Prietzel beeindruckten mit perfekten Tänzen.
Aus seinem recht jungen Leben plauderte Chris Schottmann. Der Elfjährige vermutet, dass bei ihm bald die Pubertät beginnt. Und zwar: "Wenn ich auf Nintendo verzichte und lieber was für Mandy dichte." Doch schon jetzt muss er gestehen, "Frauen sind einfach wunderschön". Der Mann war Gottes Missgeschick, die Frau sein Meisterstück. "Aber eine Beschreibung, wie sie tickt, die hat er nicht mitgeschickt." Um das Thema Mann und Frau drehte sich auch die Bütt von Ingo Schottmann und Ronny Schröder. Als Amor, Gott der Liebe, schwebte Ingo Schottmann im kleinen Roten, mit Liebespfeilen und Engelsschwingen durch den Saal. Die Wirkung seiner Liebespfeile an unterschiedlichen Männertypen sorgte für Lacher im Publikum.
Einen Discobesuch aus Rentnersicht schilderte Günter Stöhr, baute dabei ein paar Spitzen ein, nicht nur gegen Kommunalpolitiker, sondern auch den eigenen Schwiegersohn. Zu erleben war Günter Stöhr aber auch in altbewährter Weise als Schlagerfuzzi, diesmal bayerisch angehaucht. Als lustige Holzhackerbuam und bayerische Mädels kamen die "Rabauken" daher, die mit einem Partymusik-Mix unterhielten. Mit Vollgas nach Lodz nahmen die Gospelsingers das Publikum mit.
Einen Krimi hautnah erlebte die Gäste mit den verwandlungsfähigen "Crazy Dancers", die ein strahlendes Lächeln, aber auch ein Pokerface zeigten. Letzteres verriet nicht, ob das Banner im Publikum - "Theresa, ich will ein Kind von dir" - ernst gemeint war.
Pole zum Schmelzen und Vulkane zum Einfrieren brachten die "Golden Girls" in ihren außergewöhnlichen Kostümen und zum Thema "Fire and Ice" passender Musik.
Immer für eine Überraschung gut ist das Männerballett, das diesmal sehr märchenhaft, aber auch zickig daherkam. Als "Sieben Geißlein" zeigten sie, wie schnell man unter den Wolf kommt, wenn man nicht auf die Mutter hört. Dabei war ihr Appell recht deutlich: "Nimm mal lieber die Möhrchen!" mö
Kindertanzmariechen Nina Weiß
Tanzgarde
Tanzmariechen Nhi-Le
Kindertanzgruppe "Närrische Kids"
Büttenredner Chris Schottmann, Ingo Schottmann, Ronny Schröder und Günter Stöhr
Schlaggerfuzzi Günter Stöhr
Funkenmariechen Denise Wellhöfer
Gesangsgruppe "Rabauken"
Tanzmariechen Yvonne Prietzel
Tanzgruppe "Crazy Dancers"
Tanzgruppe "Golden Girls"
Gospelsingers
Männerballett
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