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Gutes Wasser für Generationen

Anfangs umstritten - nun mit vielen lobenden Worten eingeweiht: Die Trinkwasseraufbereitungsanlage Dermbach ist gestern feierlich in Betrieb genommen worden.

  • WVS-Ingenieur Peter Roth erläutert im Beisein von WVS-Chef Heiko Pagel, Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk und Planer Peter Henkel von der IB Prowa GmbH Erfurt (v. l.) die Funktionsweise der Anlage. Foto: Heiko Matz
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Dermbach - Für qualitativ hochwertiges Trinkwasser und starken Wasserdruck in allen Haushalten soll die neue Anlage im Dermbacher Ortsteil Oberalba sorgen, die gestern feierlich eingeweiht wurde.

Mehr als 2,4 Millionen Euro investierte der Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen (WVS) in das hochmoderne Projekt, 1,2 Millionen davon gab es als Förderzuschuss. Ein Fakt, der die Anlage zu einer Besonderheit mache, weil es möglicherweise die letzte sei, für die das Land Fördergeld zahlte, sagte WVS-Chef Heiko Pagel.

Mit dem Bau war im Juli 2010 begonnen worden. Vom 20. Dezember vergangenen Jahres bis 23. Januar lief sie im Probebetrieb - mit dem Ergebnis: "Es funktioniert alles reibungslos", wie Wilhelm Hausknecht von der Firma WTS Sünna berichtete. "Ich denke, dass diese Anlage uns alle überleben wird", sagte er.

Mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage habe man etwas gebaut, das "für die nächsten 100 Jahre" für das Versorgungsgebiet Dermbach wichtig sei, befand auch Heiko Pagel - wenngleich die Bürger das anfangs nicht so gesehen hätten. "Es war kein sofortiger Hurra-Schrei in der Gemeinde Dermbach", erinnerte er an die Planungsphase des Projekts. "Wir mussten erst zwei-, dreimal in den Gemeinderat kommen, um die Bürger zu überzeugen." Es sei gut, dass dies noch rechtzeitig gelungen sei, weil die Umsetzung des Vorhabens zu einem späteren Zeitpunkt - ohne Fördergeld - wesentlich teurer gekommen wäre.

Um den Bau herumgekommen wäre man nach Angaben von WVS-Ingenieur Peter Roth, zuständig für den Bereich Trinkwasser, ohnehin nicht, weil die bisherige Wasserqualität die Vorgaben der neuen Trinkwasserverordnung nicht erfüllte. So sei die mikrobiologische Belastung des Rohwassers aus der "Albaquelle" und dem "Schwarzen Born" zu hoch gewesen. In der hochmodernen Anlage mit integrierter Ultrafiltration und Chlordioxiddesinfektion werde das Wasser nun so aufbereitet, dass diese Keime und Bakterien, ebenso wie witterungsbedingte Trübstoffe eliminiert werden. Die Wasserqualität wird durchgängig elektrisch überwacht.

Erfreulich für die Oberalbaer ist, dass sich mit Inbetriebnahme der neuen Technik in ihren Haushalten der Wasserdruck (bis + 3 bar) deutlich erhöht hat. Aus dem Ortsteil hatte es in den vergangenen Jahren nach Angaben des Ingenieurs immer wieder Beschwerden über den teilweise extrem schwachen Druck gegeben.

Bei der Planung des neuen Wasserwerks habe man auch bereits eine mögliche Erweiterung des Versorgungsgebiets in Betracht gezogen, erklärte Roth. Anschlüsse weiterer Orte wären möglich.

Nach anfänglicher Skepsis habe sich der Gemeinderat letztlich mehrheitlich entschieden, diese Anlage zu bauen - "und heute sind wir froh, dass wir sie haben", sagte Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk (CDU). Er hoffe, dass damit die Trinkwasserqualität für viele nachfolgende Generationen gesichert sei, denn: "Trinkwasser ist ein Grundnahrungsmittel, eine hohe Qualität deshalb wichtig".

Nach vielen Lobesworten für alle an dem Millionen-Projekt beteiligten Personen, Firmen und Institutionen, gab es eine Führung durch das neue Wasserwerk, bei der die Technik und Funktionsweise der verschiedenen Anlagen erklärt wurde. bf

    
    

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