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Farbenprächtige Umzüge

In Zella, Sünna und Dermbach veranstalteten die Narren gestern Nachmittag bunte Faschingsumzüge.

  • In Sünna waren auch die jüngsten Narren mit von der Partie.
  • Farbenfrohe Kostüme waren in Sünna der Hingucker. Fotos (2): Thomas Klemm
  • Der Dorfbrunnen in Föhlritz wurde zum Umzug in Zella zum Badebrunnen umfunktioniert.
  • Kein Spielplatz "uf der Zell", die Clowns, die änderten das schnell. Fotos (4): Eva-Maria Ullmann
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Rhön - In Sünna zog am Sonntagnachmittag die bunte Karnevalskarawane durch den Ort und verteilte an die vielen Schaulustigen Kamellen. Besonders gut war die Stimmung am Hirtenplatz. Diese Stelle passierten die Karnevalisten dann auch zweimal während ihres Umzugs. Die Zaungäste bekamen viele der bunten Jacken, Hosen und Mützen zu sehen, die am Tag zuvor schon im Saal beim Kostümball für Furore gesorgt hatten.

Den Schluss des Zuges bildeten die Gäste aus den befreundeten Karnevalsvereinen aus der näheren Region. Die Unterbreizbacher hingen aufgrund eines leichten "Maschinenschadens" an einem ihrer Umzugswagen etwas zurück. Am Schluss aber fanden sich alle wieder zur gemeinsamer Feier zusammen. Für die Autofahrer auf der Bundesstraße war der Umzug mit etwas Wartezeit verbunden. Sie nahmen es mit Humor.

Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Jecken in Zella durchs Dorf. In der bunten Schlange tummelten sich Karnevalfreunde aus Geismar, Langenfeld und Diedorf. Auch die Neidhartshäuser Frösche, die Jecken vom Steinberg und die Föhlritzer mit ihren Wagen fehlten nicht. "Jeden Morgen einen Joint und der Tag ist dein Freund", war zum Beispiel das Motto der Föhlritzer Hippietruppe. "Kein Spielplatz in Zella weit und breit, deshalb sorgen wir Clowns für Heiterkeit" hieß es auf einem weiteren Gefährt. Die Föhlritzer hatten zudem den "Dorfbrunnen" thematisiert. Die Diedorfer Rettiche warnten als Biok(a)cker vor dem Biosphärenreservat mit "Halt Sperrgebiet".

"Kesselbräu und Zauberwesen, die Hexen reiten heut die Besen", war eine weitere lustige Truppe. Die Prinzenresidenz aus Steinberg warb "Mit Zaubertrank und Hinkelstein, werden wir unseren Prinzen befrein". "Mei hoan gehört, Eu'hout geschlocht un hout recht große Worscht gemoacht": Damit zogen die Neidhartshäuser Frösche im Umzug mit. Den Zug führten die Zellschen Jecken an, mit Elferrat und Prinzenpaar, mit Garden, eine frohe Schar. Zur Unterhaltung spielten die Kaltennordheimer Spatzen auf.

Den Umzug in Dermbach führte eine Reitergruppe aus Roßdorf an. Danach kamen die aktiven Tullifelder Elferräte sowie die große und kleine Garde. Dabei waren auch die Ungerälber Scherenschliffer. Eine Geisterschar prahlte "Wir Geister müssen raus, passt nur auf, sonst kommen wir zu euch nach Haus". Der Frauensportverein Dermbach war mit vielen gestiefelten Katern dabei und auch eine Vielzahl von Minimäusen tummelte sich auf der Straße. Selbst Weihnachtsmänner waren zu sehn und Japanerinnen bunt und schön. Dermbach als Nabel der Welt hatte Russen, Mexikaner und Chinesen ins Feldatal bestellt. Der Weiberstammtisch feierte 20-Jähriges und weiter hieß es auf dem Schiff Waltraut G 21, "Ganz egol, ob groß, ob klei, spreng uff das Schiff där Narretei".

Für die musikalische Begleitung des Umzuges sorgten in Dermbach die Blaskapelle Motzlar und die Albataler. tk/ul

    
    

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