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"Campus Ruhla" endlich fertigstellen

Zum Tag der offenen Tür lud das Albert-Schweitzer-Gymnasium künftige Schüler und ihre Eltern ein. Die kamen nicht nur aus Ruhla und dem Erbstromtal, sondern auch aus dem Altensteiner Oberland und den Nachbarkreisen.

  • Soraya Stephan (l.) aus der 7. Klasse zeigt Timea Chiara Wittig im Chemieraum ein kleines Experiment. Auch ihre Schwester Letizia schaut schon neugierig zu, obwohl sie erst vier ist. Hinter ihnen die Eltern der beiden Mädchen, die Familie kommt aus Schweina. Fotos (2): Silvia Rost
  • Fördervereinsvorsitzender Klaus Rindschwentner, Schulleiter Danny Jahn und Bürgermeister Mario Henning (v. l.) vor dem maroden Haus 3 des Schulensembles in Ruhla.
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Ruhla - Auf allen Etagen waren in beiden Schulhäusern die Türen weit geöffnet, Schüler und Lehrer präsentierten sich und ihre Schule den zahlreichen Gästen. Die Einblicke in die schulische Arbeit reichten vom künstlerischen Gestalten über mathematische Knobeleien bis hin zu naturwissenschaftlichen Experimenten. Im Foyer begrüßte der Chor des Gymnasiums die Besucher.

Familie Wittig aus Schweina wird ihre Tochter Timea Chiara ab dem neuen Schuljahr nach Ruhla schicken. "Sie möchte hierher und da werden wir nicht dagegen reden", sagt Mutter Heidi Wittig, die einen guten ersten Eindruck vom Gymnasium hat. Außerdem sei ihre Cousine auch schon hier. Beate und Markus Bartaune aus Seebach sind mit ihrem Sohn gekommen, der in diesem Jahr in die 5. Klasse wechselt. Für sie kommt nur das Ruhlaer Gymnasium infrage, sie haben bereits gute Erfahrungen gemacht. Ihre Tochter lernt seit drei Jahren hier und fühlt sich wohl in der überschaubaren und fast familiär anmutenden Schule.

Von vielen freudig begrüßt wurde der ehemalige Schulleiter Klaus Rindschwentner. Er ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet worden, setzt sich jedoch als Vorsitzender des Fördervereines für seine einstige Schule ein. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Ruhla und dem neuen jungen Schulleiter Danny Jahn forderte er vom Kreis als Schulträger, den "Campus Ruhla" endlich fertigzustellen. Nachdem nun Haus 1 und 2 sowie die Sporthalle saniert wurden, stehe Haus 3, das ehemalige Forsthaus, auf der Prioritätenliste ganz oben. Hier werden die Schüler mit Mittagessen versorgt, bis 2010 waren in der oberen Etage auch mehrere schulisch genutzte Räume. Die gesamte Etage wurde jedoch vor zwei Jahren gesperrt. Auch die Organisation der Essensversorgung sei unzureichend, meinte Schulleiter Jahn. 190 bis 200 Schüler gehen hier täglich essen. "Das geht nur in drei Schichten." Nehmen in anderen Schulen 25 bis 30 Prozent der Schüler an der Schulspeisung teil, kann Ruhla auf rund 50 Prozent verweisen. Man brauche aber auch die derzeit gesperrten Räume im Obergeschoss. "Die Ansprüche, dass die Schüler selbstgesteuert lernen und individuell gefördert werden sollen, können wir nur umfassend verwirklichen, wenn optimale Bedingungen dafür geschaffen werden", begründet der Schulleiter die Forderung, die schon viele Jahre im Raum steht. Eine Vorstudie für einen Ersatzneubau für das Haus 3 liegt in der Kreisverwaltung vor, allein es fehlt am Geld. Seit über 20 Jahren wurde nichts an dem Gebäude saniert, es fehlt die Thermoisolation, das Dach ist undicht, die obere Etage nicht mehr nutzbar. "Es duldet keinen Aufschub mehr", bleibt Rindschwentner hartnäckig.

"Wir rechnen mit mehr Anmeldungen als im vergangenen Jahr, da kamen 60 neue Schüler zu uns", sagt Schulleiter Jahn. Auf jeden Fall wird es wieder drei 5. Klassen geben. Derzeit lernen 425 Schüler, davon 82 aus dem Altensteiner Oberland, 47 aus dem Raum Trusetal/Brotterode und 25 aus dem Kreis Gotha, am Albert-Schweitzer-Gymnasium. sir

    
    

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