zuletzt bearbeitet: 01.09.2011 10:45 Uhr
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Alles gut "für die nächsten 50 Jahre"
Zwei Monate früher als geplant und zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten und der Anwohner ist gestern das Straßenbauprojekt "Neue Welt" in Wölferbütt offiziell freigegeben worden.
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Rotes Geschenkband wurde gestern als symbolischer Akt zur Freigabe des Straßenareals "Neue Welt" in Wölferbütt durchschnitten. V.l.: Gemeinderat Martin Geißler, Peter Mohr von der gleichnamigen Baufirma, Bürgermeister André Meister, Franziska Fuß und Arndt Debus vom Planungsbüro Böhme und Partner, WVS-Chef Heiko Pagel, Ines Grimm vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, Bauamtsleiterin Rosmarie Fischer, Roland Becker (WVS), Volker Brückmann vom Tiefbautechnischen Büro Werra und Anwohner Willi Gehb. Foto: Heiko Matz
Wölferbütt - Binnen fünf Monaten ist "der größte Straßenbau, der jemals in Wölferbütt vonstatten gegangen ist", wie Bürgermeister André Meister sagte, umgesetzt worden. "Keiner hätte vorausgesehen, wie zügig das ging." Als Fertigstellungstermin für den grundhaften Ausbau der Straßen Huthweg, Gartenstraße und "An der Schule" geplant war der 14. Oktober. Schon in der vergangenen Woche waren die letzten Arbeiten an dem "Neue Welt" genannten Projekt abgeschlossen.
"Es ist eine herrliche Straße geworden; ein Projekt, das sich sehen lassen kann", befand der Bürgermeister gestern bei der feierlichen Übergabe. Den "härtesten Job" hätten dabei "die Arbeiter, die bei Wind und Wetter draußen stehen", geleistet.
Die Kosten für Regenwasserkanal und Straßenbau belaufen sich auf knapp 500 000 Euro. Ohne das Fördergeld (60 Prozent) aus dem Dorferneuerungsprogramm, die Anwohner-Beiträge und den aufgenommenen Kredit in Höhe von 80 000 Euro "hätten wir uns das nicht leisten können", sagte André Meister.
Der Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen (WVS) hat in den Bau von Abwasserkanälen und die Leitungsverlegung der Trinkwasser-Hausanschlüsse insgesamt knapp 144 000 Euro - ohne Fördermittel - investiert. Diese Arbeiten konnten bereits am 14. Juli, drei Monate vor Vertragsende, abgeschlossen werden. Das sei das Resultat guter Abstimmung und Planung aller Beteiligten im Vorfeld, sagte WVS-Chef Heiko Pagel. Durch die rechtzeitige Ausschreibung habe man außerdem "gute Preise erzielt". Wasser- und abwassertechnisch seien die Arbeiten "in der Kernortslage Wölferbütt erst mal so weit abgeschlossen". Ein Zukunftsprojekt sei noch, dass das Dorf irgendwann eine eigene Kleinkläranlage bekommt - so es Fördermittel dafür gebe, sagte Pagel.
Auch die Außengebietsentwässerung sei nun "so gut geregelt", erklärte der WVS-Chef, dass es keine Probleme mehr geben dürfte. "Für dieses 100-jährige Ereignis", schränkte er allerdings ein, "diese Starkregenereignisse, die es in der letzten Zeit häufiger gab", gebe er keine Garantie ab. "Dafür können wir die Kanäle nicht auslegen." Somit könnten Gullys schon mal überfluten.
Rosmarie Fischer, Bauamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Vacha, lobte die gute Zusammenarbeit aller am Projekt "Neue Welt" Beteiligten. "Die Anwohner wollten gern eine neue Straße haben" - deshalb sei im Oktober 2007 beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) in Meiningen Fördergeld beantragt worden, das ein Jahr später für 2011 bewilligt wurde.
"Die Anwohner haben uns auch sehr unterstützt", betonte Peter Mohr von der Mohr Bau GmbH. Besonders gut hat ihm gefallen, "dass es hier nie Beschwerden gab". Ganz im Gegenteil hätten sich die Leute stets ums Wohl seiner Arbeiter bemüht - mal mit gegrillten Hähnchen, mal mit kühlen Getränken.
Mit dem Abschluss des "wirklich sehr gut gelungenen" Straßenbauprojekts knüpfe die Gemeinde an das bereits Erreichte an: "Ich denke, dass diese Maßnahmen das Ortsbild noch mal abrunden", befand Ines Grimm vom ALF. "So etwas werden wir uns wahrscheinlich in den nächsten Jahren nicht mehr leisten können", sagte der Bürgermeister. "Brauchen wir auch nicht", erklärte eine Anwohnerin lachend. "Die nächsten 50 Jahre brauchen wir da nichts mehr machen." bf
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