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Ring frei: Götter-Kämpfe auf dem Pergamon-Altar
Von Stefanie Paul, dpa
Er ist so groß, dass er einen extra großen Raum besetzt - der Pergamon-Altar im Pergamon-Museum in Berlin. Vor allem aber erzählt er spannende Geschichten... Ring frei - für einen Kampf der Extraklasse!
  • Götter-Kämpfe auf dem Pergamon-Altar Riesige Bilder-Geschichte: der Pergamon-Altar. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv
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Es stehen sich gegenüber: auf der einen Seite, die griechischen Götter - auf der anderen Seite, die Giganten. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Doch noch viel wichtiger: Bei dem Kampf geht es um die Frage, wer künftig das Sagen hat - sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Götter oder Giganten? Denn gewinnen die Götter, dann kommt Ordnung in die Welt. Gewinnen jedoch die Giganten, dann herrscht das völlige Chaos. Sieger sind am Ende: die Götter.

Natürlich hat es diesen Kampf in Wirklichkeit so nie gegeben. Er tobte nur in der Vorstellung der Menschen, die in der Antike lebten - vor etwa 2000 Jahren . Für die Menschen damals waren die Schlacht und der Glaube daran sehr, sehr wichtig. Denn dieser Kampf erklärte ihnen, warum die Welt so ist, wie sie ist.

Weil die Geschichte für die Menschen so wichtig war, zeichneten sie diese sehr oft. Oder sie hauten sie in Stein - als Wandschmuck für einen Altar beispielsweise. Damit wollten die Menschen ihren Dank ausdrücken und die Götter ehren .

Am Pergamon-Altar in Berlin kann man den Kampf zwischen den Göttern und den Giganten heute noch sehen. Es ist eine gewaltige Bilder-Geschichte in Stein gehauen: Mit mehr als 100 Figuren, die über zwei Meter groß sind.

Die Giganten wurden als gruselige Wesen dargestellt. Sie hatten keine Beine. Also keine, wie wir Menschen sie haben. Ihre Beine sahen aus wie Schlangen. Die Giganten waren zudem riesig und sehr kräftig. Sie waren mit langen Speeren bewaffnet und mit Keulen und Felsblöcken. Die Giganten waren unsterblich und unbesiegbar - zumindest für die Götter.

Doch den Göttern wurde vorhergesagt, dass sie gewinnen können, wenn ihnen ein Sterblicher hilft. Und das war Herakles, ein Halbgott. Sein Vater war Zeus, der Chef aller Götter. Seine Mutter aber war eine Sterbliche, also eine normale Frau. Mit Herakles Hilfe konnten die Götter die Schlacht gewinnen.

Der gesamte Altar steht in einem großen, viereckigen Raum des Pergamon-Museums. Die Bilder-Geschichte ist so lang, dass sie einmal um alle Wände herum läuft. Das sind immerhin 113 Meter. Das Wandbild ist so etwas wie die Außenmauer des Altars. Wissenschaftler Volker Kästner vom Pergamon-Museum sagt: «Schon wegen seiner Größe ist der Pergamon-Altar etwas ganz Besonderes